MAKING OF

In dieser Rubrik könnt ihr sehen, wie ein Baum Schritt für Schritt zum Leben erweckt wird. Für meine Masken aus Holz verwende ich ausschließlich das der Zirbe. Dieses Holz ist stark aromatisch, dient in den verschiedensten Anwendungen nicht nur einem gesunden Lebensstil sondern ist auch sehr leicht zu bearbeiten und ist zudem noch relativ weich. Obwohl es bereits die Möglichkeit gibt, die Masken durch eine Fräse herzustellen, werden meine Masken ausschließlich per Hand mit Schnitzmesser und Klüpfel (Holzhammer) gefertigt.

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PASSENDES HOLZ

Um eine Maske möglichst komplikationslos zu bearbeiten ist es wichtig das passende Holz zu finden. Das Material sollte relativ astrein und unverletzt sein.

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GROBES ANHAUEN

Jetzt kommen die Schnitzmesser zum Einsatz. Grobe Konturen wie z.B. die Augenhöhlen oder die Nase werden grob „angehauen“ und der Kopf bekommt schön langsam seine Form. Durch viel Übung eignet man sich nicht nur den perfekten Umgang mit seinen Messern an sondern entwickelt auch ein gewisses Gespür für den Rohstoff Holz, wodurch man ein Reißen oder Brechen unterbinden kann.

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SCHLEIFEN

Um einem rustikaleren Stil nachzugehen ist es oft erwünscht, die Maske nicht zu schleifen. Bei realistischen Masken wird die Maske jedoch zuerst mit einem groben Schleifpapier zurechtgeschliffen. Sind alle Unebenheiten beseitigt, kommt am Ende noch ein Schleifschwamm zum Einsatz.

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BEMALUNG

Je nach Maltechnik werden die Masken unterschiedlich grundiert. Zum Bemalen verwende ich die verschiedensten Malmittel. Für das Finishing wende ich auch gerne mal Spritztechniken oder die Airbrushpistole an. Fixiert wird jede Farbe mit Klarlack. Rustikalere Larven bekommen am Schluss auch öfters durch Künstlerpigmente ihren Feinschliff.

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SKIZZIERUNG

Durch eine gewisse Routine ist es möglich schon im Vorhinein das Werkstück so anzuzeichnen, dass man bereits am Anfang so viel weg schneidet um sich die eine oder andere mühevollere Arbeit mit dem Schnitzmesser zu ersparen.

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FEINERE BEARBEITUNG

Hat man nun die Grundform und die groben Gesichtszüge des Kopfes vor sich, beginnt man mit feineren Schnitzmessern zu arbeiten. Inzwischen sollte man immer darauf achten, dass die Messer optimal geschliffen oder poliert sind.

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AUSHÖHLEN

Für diesen Schritt ist absolute Konzentration gefragt. Um die Maske so leicht wie möglich zu machen, wird versucht eine relativ dünne Wandstärke zu erreichen. Die kleinste Unaufmerksamkeit reicht und schon hat man ein riesiges Loch in der Maske.

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AUGEN UND HAARE

Für eine perfekte Mimik sind Augen aus Glas wohl unumgänglich. In meiner Anfangszeit goss ich meine Glasaugen in mühevoller Handarbeit selbst. Heute beziehe ich meine Augen von meinem Kollegen „GerKra Krampusaugen“. Bei brauchtumsorientierten Masken, werden die Augen aber meistens mitgeschnitzt und bemalt. Für das Kopffell verwende ich Ziegen-, Schaf- oder Yakhaare.

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GROBER ZUSCHNITT

Für diesen Schritt verwende ich durch die Arbeit im Innenbereich ausschließlich elektrische Kettensägen.

Eine geölte Maschine mit makelloser Kette ist Voraussetzung.

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DETAILS

Während grobe Falten, Mund-, Nasen-, oder auch Augenpartie bereits herausgearbeitet sind, beginnt man nun mit den feinen Details. Mit z.B. Kerbschnitz- oder  Mikroschnitzmessern ist es möglich kleinste Falten, Zähne bis hin zu Hautunreinheiten aus dem Holz zu schnitzen.

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HÖRNER MONTIEREN

Obwohl es manchmal gewünscht ist Plastikhörner zu montieren, empfehle ich immer wieder Echthorn zu verwenden. Es ist nicht nur traditionell, sondern auch stabiler und auch noch umweltschonend.  Der Ansatz der Hörner wird meistens etwas zurecht geschnitten um es an die Maske anzupassen. Danach wird ein Stück Holz in das Horn geklebt. Dann wird es von innen angeschraubt und der Ansatz mit einer speziellen Masse anmodelliert.

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FERTIGE MASKE

Am Ende wird die Maske noch mit Schaumstoff und Rehleder ausgepolstert, dann ist sie fertig und kann dem Kunden übergeben werden.